Waldspaziergang (ohne Folgen)

Zuerst wird die Luft nur kühler. Dann mischt sich der Geruch von Erde dazu. Brackiges Wasser, Baumharze. Vielleicht noch der strenge Duft von Schwarzwild. Ein Spaziergang in den Wald ist was für die Sinne.

Walddunst

Die schützenden Barrieren der Hauswände sind getauscht gegen scheinbar endlose Baumreihen. Und trotz der dicht an dicht stehenden Kiefern, Buchen, Eichen, Birken usw. gelingt immer wieder ein weiter Blick direkt gefolgt von der Erkenntnis, dass man diesen Blick natürlich auch aus der anderen Richtung hat.
Nur erblicken einen die einheimischen Bewohner nicht. Sie hören einen. Genauso geht es mir auch. Nie erblicke ich einen Specht, einen Habicht, Rehe und sogar Hirsche. Sie verraten sich durch ihr Klopfen, ihren Schrei oder das Rascheln im Unterholz. Und erst dann findet sie mein Blick. Nur die Kamera mögen sie nicht. Und sie sind schnell zwischen den Bäumen verschwunden.
So bleibt zum Fotografieren nur die Flora. Und das Wetter und seine resultierenden Phänomene.

Blüten

Moos

Ganz aus der Nähe macht es gar nicht so den flauschigen Eindruck.

Moos

Dafür ist es dann umso grüner. Ich finde Moos einfach toll.

Streck‘ Dich!

Eigentlich sind Schwäne langweilig. Es gibt genügend. Sie tun nichts Spektakuläres. Sie sind nicht scheu. Langweilig! Aber wie alle Tiere werden sie zur Gähn-und-Streck-Zeit dann doch ein bisschen fotogen.

Schwan

Buntspecht

Der Spandauer Forst scheint voll mit Buntspechten zu sein. Oder Mittelspechte?

Buntspecht

Geben tut es beide. Wenn man allerdings Makrolinse in Portraitbrennweite bedenkt, war es wohl der große Buntspecht.
Das ganze Internet ist übrigens auch voller Buntspechte. In besserer Qualität. Aber ich wollte es trotzdem mal zeigen.

rotes Holz

Bei einem Waldspaziergang bleibt man unweigerlich immer an Holzstapeln stehen, die einen in den Bann ziehen und mit ihren Mustern, Farben und Variationen zu hypnotisieren versuchen.
Da ist man dann letztendlich so verwirrt, dass man zwar bei dem einen oder anderen Stamm noch ein Foto macht, aber erst hinterher (zu Hause) die Frage stellt: Was war das für ein Baum?

Rotfichte?

aktueller Sattel

Die Wahl des richtigen Sattels ist schon schwer genug. Im Nachhinein einzugestehen, dass man, obwohl über lange Zeit eigentlich alles schön war, doch eher unbequem sitzt, bzw. man den Qualen ein Ende machen sollte, noch schwerer.

Brooks

Und das ist jetzt die Ablösung. Doch wieder sportlicher. Noch härter (die erste Fahrt war schlimm). Weniger rutschig (leider). Aber nun schon mit einigen hundert Kilometern unterm Allerwertesten, kann ich aufatmen und feststellen: Der passt!

Seerose

Seerose

Das Foto würde ohne die Käfer und Fliegen natürlich hübsch clean aussehen, aber die nymphaea alba lockt die offenbar so erfolgreich an, dass es ohne bis jetzt nicht ging.

Baustelle Mertensstraße

Baustellen sind nichts Schönes. Insofern sind auch Krähne nichts Schönes. Aber trotzdem schaffen sie es mit Schlichtheit und Höhe zu faszinieren. Besonders wenn man sie noch aus einer Entfernung sehen kann aus der man gar nicht mehr an sie denkt.

Baustelle Mertensstraße

Die Krähne der Baustelle Mertensstraße vom Haveleck aus fotografiert.