Baustelle Mertensstraße

Baustellen sind nichts Schönes. Insofern sind auch Krähne nichts Schönes. Aber trotzdem schaffen sie es mit Schlichtheit und Höhe zu faszinieren. Besonders wenn man sie noch aus einer Entfernung sehen kann aus der man gar nicht mehr an sie denkt.

Baustelle Mertensstraße

Die Krähne der Baustelle Mertensstraße vom Haveleck aus fotografiert.

die alte Neue Post

Ich kann mich erinnern, wie seiner Zeit die neue Post in der Klosterstraße in Betrieb genommen wurde. In Postler-Kreisen jedenfalls waren Stolz und Aufregung groß. Aber irgendwie war’s das dann wohl doch nicht. Und 1996, 16 Jahre nach der Eröffnung, wurde die Post wieder geschlossen.
Nun soll sie endlich abgerissen werden, und deswegen habe ich im November(!) noch ein paar Fotos gemacht. Wegen brütenden Vögeln hat sich der Abriss zwar nochmal verzögert, aber es wird wohl hoffentlich trotzdem kein Großflughafen.

Postamt Klosterstraße 38-42
Aus Berlin kommend im dichten Verkehr, hat man diesen Anblick wohl eher selten wahrgenommen.

Postamt Klosterstraße 38-42
Noch immer wurde man vom freundlichen Postbeamten begrüßt.

Postamt Klosterstraße 38-42
Das Pförtnerhaus ist lange verlassen.

Postamt Klosterstraße 38-42
Hundeparkplätze

Postamt Klosterstraße 38-42
Teilansicht des Brunnens, der der heimliche Star des Postamts war.

Postamt Klosterstraße 38-42
gemütliche Sitzgruppe am Brunnen

Postamt Klosterstraße 38-42
perfekte Kurven

Postamt Klosterstraße 38-42
Verlorener kann ein Platz nicht sein. Und der eigentliche Grund für den Abriss ist bestimmt das Umzugsschild, denn dort gibt’s auch schon lange keine Post mehr.

Projekt 52: Glücksgefühl

Diesmal das Bild zuerst.

Projekt 52: Glücksgefühl

Wie jetzt? CSI Miami? Nein! Kein Horatio, keine Sonnenbrille, kein Verbrechen. Einfach und stumpf der Industiestandort Spandau hinter einem „Tabakfilter“ (ist wohl mehr Gelb geworden).
Hier zu sehen sind die Reste des Spandauer Tors. Und nachdem nach der Sprengung dann doch keine vermietbaren Büros entstanden, wird nun alles abgeräumt und BMW übernimmt das Gelände.
Und woher das Glücksgefühl?
a) Ich konnte heute doch nochmal einen Blick drauf werfen. b) Letztendlich wird diese Baustelle irgendwann verschwinden. Und c) BMW glaubt an den Standort Spandau und wird hier weiterhin die „besten Motorräder der Welt“ (ich fahr‘ übrigens Yamaha und bin auch zufrieden) bauen.
Wenn diese Kombination von Glück, Zufriedenheit und Stolz kein Glücksgefühl herbeiruft, dann weiß ich auch nicht.

für Saris Projekt 52

Projekt 52: Alltag

Spät bin ich wieder dran, und wie es so ist, wollte ich eigentlich auch etwas anderes machen. Gar nicht mal aufwändig, aber eben ein Foto, das ich bei dem Schneetreiben draußen nicht machen möchte. Dabei wäre am Wochenende Gelegenheit gewesen. Aber da habe ich lieber themenfrei fotografiert.
Nun ja. Auf der Jagd nach dem Wolkenmeer habe ich schon vorsichtshalber (kam mir gerade so in den Sinn) ein Alltagsfoto gemacht, das dann für den Notfall herhalten sollte. So kann ich nun wenigstens einen „bebilderten“ Wortbeitrag zum Thema liefern.

Wird das unser Alltag?
Kürzlich wurde in Spandau auf Eiswerder eine e-Tanke eröffnet. Mit Tamtam. Sonst hätte ich auch nicht davon erfahren. Einen Tag später führte uns ein Spaziergang über Eiswerder, und ich dachte:“Kuckste mal!“ Denn bei dem „Aufriss“ gibt’s vielleicht was Spannendes zu sehen. Aber nein. Hätte ich mich nicht aus dem Zeitungsartikel erinnert, dass man dort während des Ladevorgangs lesen und trinken könne, wären wir einfach vorbei gelaufen. So hielt uns das Lesecafé für einen kurzen Rundblick an, und siehe da: die Tanke an der Wand.
Ich glaube ja nicht an das Elektroauto. Am Wochenende habe ich gesehen, dass man als Mitarbeiter bei Siemens den Ladevorgang offenbar in die Arbeitszeit legen kann, denn auf den Betriebsparkplätzen gibt es einige Ladesäulen. Hier und da (jetzt eben auch auf Eiswerder) sieht man auch am Straßenrand ein oder zwei Säulen stehen. Aber für wen reicht das?
Ich kenne Leute mit Haus, mit Haus zur Miete, mit Garage, aber nicht zwangsläufig hat ein Haus eine Garage, und nicht zwangsläufig hat eine Garage Stromanschluss. Das könnte man natürlich ändern. Aber was ist mit denen, die Wohnungen ohne Garage bewohnen? Die kloppen sich auf Eiswerder, wer als nächstes darf?
Ich glaube, mit dem Auto und dem Strom wird das nichts.
Pedelecs finde ich übrigens auch doof. Nur bei Leuten, die vorher kein Fahrrad gefahren sind und nun das Pedelec statt Auto oder Bus nehmen, habe ich ein einsehen. Aber auch hier muss man die über 20 Kilo jedesmal aus dem Keller holen, wieder runter bringen und irgendwo den (abnehmbaren) Akku laden. Das ist doch auch nichts für unsere bequeme Gesellschaft…

Wochenende voller Details

Das Wochenende hätte so Mitte März außer Sonnenschein auch gerne noch die dazugehörige Wärme bieten können. Hat sie aber nicht.
Ein Narr, wer sich davon einschüchtern und zu Hause halten läßt. Am Samstag war es nur ein gewöhnlicher Spaziergang und am Sonntag schon eine ausgewachsene (aber erfolglose) Geocachesuche. Und die Details? Die habe ich mit der Kamera festgehalten. Niemand mag Gesamtbilder. Viel zu komplex und anstrengend. Man muss sich immer auf weniges konzentrieren. Aber das passiert bei mir meistens von alleine…

kein Silberstreif

Bögen

kein Labyrinth

Projekt 52: Verzaubert

Zauber bedeutet Magie. Und mit Magie wird die Realität verändert. Bedeutet es nicht Magie sondern Illusion, geht es darum, etwas unter den Augen des Zuschauers zu verändern, ohne dass dieser es mitbekommt. Ich kenne da was, das beides kann: die Zeit.
Sie verändert auf so garstig langsame Weise die Realität, dass man es vielleicht erst nach dem 1000. Blick und vielleicht 50 Jahren merkt. Und so wird alles nach und nach auf dieser Welt verzaubert. Zum Beispiel die Breitestrasse in Berlin-Spandau:

Projekt 52: Verzaubert

für Saris Projekt 52

Damit nicht der Eindruck entsteht ich würde die Nicht-Spandauer benachteiligen, gibt’s gleich hier noch ein Bild mit mehr Heute drauf.

Heilandskirche in Sacrow

„Warum in die Schweine pfeifen, wenn das Gute blablabla..?“
Tatsäschlich braucht man, wenn man mal ein bisschen frische Luft und Abwechslung haben will, nur vor die Tore der Stadt zu treten und kann dann sogar Glück haben, und die Kamera noch zum Einsatz bringen. Wie man dahin kommt, und ob es überhaupt Stadttore gibt, ist für jeden Fall gesondert zu klären. Auf dem Weg von Kladow nach Sacrow kommt man sich jedenfalls vor, als würde man durch ein fremdes Land fahren. Fehlt nur noch der Abgrund am Straßenrand. Keine Tore, keine Linie, aber auch keine Mauer mehr. Belohnt wird der Abenteurer mit einem Spaziergang durch eine Gartenkolonie, den Blick auf die Havel und der Sacrower Heilandskirche. Von dort kann man sogar auf die Pfaueninsel blicken. So kommt kein Heimweh auf.

Heilandskirche in Sacrow
Die ganze Kirche ist von außen mit blauen Keramikfliesen geschmückt, und überall dazwischen haben sich die Besucher mit Namen und Datum verewigt. Das geht weit zurück ins letzte Jahrhundert (die 1940er habe ich z.B. gesehen). Solange gibt es schon Schmierfinken…