Projekt 52: Heute Morgen

Ich hatte so eine gute Idee. Ist aber nichts draus geworden. Im Großen sehen viele Dinge dann doch nicht so klar und rein aus, wie es erst den Anschein hat. Und das Licht hatte ich auch nicht hinbekommen. Und ich stand da schon mit Taschenlampe und Brennglas. Am Ende habe ich aufgegeben. Und meine Ersatzidee war auch schon von jemandem in Szene gesetzt. So hatte ich auf die Arbeit auch keine Lust mehr. Und nun?
Ich habe mich mal ins Bad begeben und nach was Essentiellem – eben allmorgendlich gebrauchtem – gesucht, dass im Großen noch fotogen wirken könnte. Und glücklicher Weise habe ich auch was gefunden. Richtig zufrieden bin ich nicht, aber ich wollte es heute fertig haben, damit ich den ordentlich gekämmten Kopf für die beiden verbleibenden (und super-schwierigen) Themen frei habe.

Projekt 52: Heute Morgen

für Saris Projekt 52

Projekt 52: Momentaufnahme

War es einfach oder schwer? Diese Idee kam mir nicht als erstes, aber für den Fall, dass mir nichts einfällt. Ein bisschen abgewandelt, wäre es schön gewesen, ein Straßen-, Werbe- oder Sonstwasschild mit „moment“ gefunden zu haben. Aber es gibt offenbar ohnehin schon nicht soviele Wörter mit „moment“ und noch weniger (keine?), die zwar „moment“ enthalten, wo es aber nicht „Moment“ bedeutet.
Egal! Ich sage jetzt, dass es einfach war.

Projekt 52: Momentaufnahme

für Saris Projekt 52

Projekt 52: Klitzeklein

Ich freue mich, den Entschluß gefasst zu haben, dieses Jahr wieder an Saris Projekt 52 teilzunehmen. Warum? Weil ich offenbar Anlass und Zwang brauche, um zur Kamera zu greifen und vor die Tür zu gehen. Außerdem habe ich diesmal (wäre letztes Jahr aber auch schon so gewesen) nicht so große Sorge wegen der plüschigen Themen, da man die Themen für einen Monat im Voraus bekommt und in unbestimmter Reihenfolge abarbeiten kann. So kann ich im Januar z. B. bis zum Schluß über das Thema „Verzaubert“ nachdenken.

Ganz pragmatisch habe ich jetzt mit dem einfachsten angefangen: Klitzeklein.

Dafür musste ich nun nicht mal vor die Tür gehen, denn unter dem Himmelzelt ist sowieso alles klitzklein und die Auswahl wäre dann zu groß gewesen. Der Aufwand für dieses Foto war dagegen nicht so klein. Die halbe Wohnung ist „verwüstet“: Im Wohnzimmer fehlt ein Kaktus. In der Küche steht nun einer. Blitze inklusive Folienhalter liegen auf dem Küchentisch. Davor steht ein Stativ – immerhin ist die Kamera schon wieder abgebaut. Die Küchenschubladen stehen wegen der Suche nach einer Pinzette (Schweizer Taschenmesser) offen. Im Schlafzimmer ist eine halbe Kommode auf der Suche nach dem Nähkästchen und Stecknadeln ausgeräumt.
Ich geh‘ denn mal aufräumen…

Projekt 52: Klitzeklein

Heilandskirche in Sacrow

„Warum in die Schweine pfeifen, wenn das Gute blablabla..?“
Tatsäschlich braucht man, wenn man mal ein bisschen frische Luft und Abwechslung haben will, nur vor die Tore der Stadt zu treten und kann dann sogar Glück haben, und die Kamera noch zum Einsatz bringen. Wie man dahin kommt, und ob es überhaupt Stadttore gibt, ist für jeden Fall gesondert zu klären. Auf dem Weg von Kladow nach Sacrow kommt man sich jedenfalls vor, als würde man durch ein fremdes Land fahren. Fehlt nur noch der Abgrund am Straßenrand. Keine Tore, keine Linie, aber auch keine Mauer mehr. Belohnt wird der Abenteurer mit einem Spaziergang durch eine Gartenkolonie, den Blick auf die Havel und der Sacrower Heilandskirche. Von dort kann man sogar auf die Pfaueninsel blicken. So kommt kein Heimweh auf.

Heilandskirche in Sacrow
Die ganze Kirche ist von außen mit blauen Keramikfliesen geschmückt, und überall dazwischen haben sich die Besucher mit Namen und Datum verewigt. Das geht weit zurück ins letzte Jahrhundert (die 1940er habe ich z.B. gesehen). Solange gibt es schon Schmierfinken…

Brandenburg

Wahrheiten entdecken bringt selten Freude. Zum Beispiel, dass man das, was wohl die meisten mit ihren Kameras machen, überhaupt nicht beherrscht: den Urlaub festhalten.
Freue ich mich nach einer „normalen“ Fototour schon über zwei gelungene Fotos, komme ich leider auch beim Festhalten von Erinnerungen nicht darüber hinaus. Wahrscheinlich will ich aber auch gar keine Erinnerungen, sondern eben doch nur Fotos, die mir gefallen.
Hier also der bebilderte Tagesauflug nach Brandenburg an der Havel…

graue Zeiten
Schlimme Zeiten – so ohne Destillation…

Havel Klassik 2012

Wer doof arbeiten muss ist klar im Nachteil. Aber immerhin blieb mir noch der Sonntag der Havel Klassik 2012, um doch noch ein paar klassische Boote in amüsierter Fahrt zu sehen und fotografieren. Alles was es dazu brauchte, war der Wille nicht ewig im Bett liegenzubleiben, einen guten Standort zu kennen und gutes Wetter. Alle Voraussetzungen waren erfüllt. Das Wetter aber nur zur Hälfte. Es war Wind, aber überhaupt kein schönes Licht. Egal, ein bisschen Bearbeitung hat aus 160 Fotos drei ansehnliche machen können.
Und dann war da noch die Entenfamilie, die sich anbiederte auch ein schönes Motiv zu sein. Was allerdings schwer war, wenn einem die Viecher praktisch auf den Füßen stehen, und man ein langes Teleobjektiv aufgeschraubt hat.

Havel Klassik 2012

Havel Klassik 2012

Havel Klassik 2012

Entchen

Avusrennen

So schlimm war der Winter, dass die Hobby-Fotografie soweit heruntergefahren war, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts, fürs Internet abfallen wollte. Aber ich habe dann noch mal nachgekramt und festgestellt, dass beim Spaziergang rund um Funkturm und Messegelände doch noch mehr herausgekommen ist, als nur dieses eine Foto.
Da steht nämlich noch eine Skulptur zum Thema „Avus“, und dargestellt ist eine Rennszene zwischen Ewald Kluge und Ernst Henne. Und in Schwarzweiss und aufgehellt sieht das ganze doch ein bisschen comicmäßig aus und erinnert mich an das Musikvideo zu Take On Me. Hauptsächlich vermutlich wegen dem Motorrad-Thema.

Avusrennen

Mittlerweile ist der Fotoapparat wieder öfter dabei und es sind auch Fotos entstanden, aber ich brauche ja schon ewig, um ein Foto, das längst in flickr hochgeladen ist, auch hier zu posten.