Projekt 52: Verzaubert

Zauber bedeutet Magie. Und mit Magie wird die Realität verändert. Bedeutet es nicht Magie sondern Illusion, geht es darum, etwas unter den Augen des Zuschauers zu verändern, ohne dass dieser es mitbekommt. Ich kenne da was, das beides kann: die Zeit.
Sie verändert auf so garstig langsame Weise die Realität, dass man es vielleicht erst nach dem 1000. Blick und vielleicht 50 Jahren merkt. Und so wird alles nach und nach auf dieser Welt verzaubert. Zum Beispiel die Breitestrasse in Berlin-Spandau:

Projekt 52: Verzaubert

für Saris Projekt 52

Damit nicht der Eindruck entsteht ich würde die Nicht-Spandauer benachteiligen, gibt’s gleich hier noch ein Bild mit mehr Heute drauf.

Projekt 52: Lebensfreude

Lebensfreude zu fotografieren ist eigentlich ganz einfach, dann aber doch wieder unerwartet schwer. Man braucht einen unverdorbenen Menschen (ein Kind also), eine Kamera und ausreichend Licht. Soweit ganz einfach. Dann müsste man nur noch auslösen bevor der Moment vorbei ist, den man festhalten will. Sehr schwer. Angeblich soll’s ja mittlerweile Kameras geben, die selbst „wissen“ wann es soweit ist. Keine Anschaffung für mich. Also die Alternativroute…

Der Bernstein steht in der Wasauchimmerzauberelfenesoterikwelt als „Sonnenstein“ für Wärme, Licht und eben auch Lebensfreude. Dieses Wissen habe ich übrigens nicht aus dem Ärmel geschüttelt, sondern gerade noch rechtzeitig in Lycidas von Christoph Marzi erlesen. Natürlich habe ich es im Internet noch gegengecheckt. Man kann ja nicht einfach irgendwas behaupten…

Und Dank an meine Mama für die Bereitstellung des Steins!

Projekt 52: Lebensfreude

für Saris Projekt 52

Projekt 52: Heute Morgen

Ich hatte so eine gute Idee. Ist aber nichts draus geworden. Im Großen sehen viele Dinge dann doch nicht so klar und rein aus, wie es erst den Anschein hat. Und das Licht hatte ich auch nicht hinbekommen. Und ich stand da schon mit Taschenlampe und Brennglas. Am Ende habe ich aufgegeben. Und meine Ersatzidee war auch schon von jemandem in Szene gesetzt. So hatte ich auf die Arbeit auch keine Lust mehr. Und nun?
Ich habe mich mal ins Bad begeben und nach was Essentiellem – eben allmorgendlich gebrauchtem – gesucht, dass im Großen noch fotogen wirken könnte. Und glücklicher Weise habe ich auch was gefunden. Richtig zufrieden bin ich nicht, aber ich wollte es heute fertig haben, damit ich den ordentlich gekämmten Kopf für die beiden verbleibenden (und super-schwierigen) Themen frei habe.

Projekt 52: Heute Morgen

für Saris Projekt 52

Projekt 52: Momentaufnahme

War es einfach oder schwer? Diese Idee kam mir nicht als erstes, aber für den Fall, dass mir nichts einfällt. Ein bisschen abgewandelt, wäre es schön gewesen, ein Straßen-, Werbe- oder Sonstwasschild mit „moment“ gefunden zu haben. Aber es gibt offenbar ohnehin schon nicht soviele Wörter mit „moment“ und noch weniger (keine?), die zwar „moment“ enthalten, wo es aber nicht „Moment“ bedeutet.
Egal! Ich sage jetzt, dass es einfach war.

Projekt 52: Momentaufnahme

für Saris Projekt 52

Projekt 52: Klitzeklein

Ich freue mich, den Entschluß gefasst zu haben, dieses Jahr wieder an Saris Projekt 52 teilzunehmen. Warum? Weil ich offenbar Anlass und Zwang brauche, um zur Kamera zu greifen und vor die Tür zu gehen. Außerdem habe ich diesmal (wäre letztes Jahr aber auch schon so gewesen) nicht so große Sorge wegen der plüschigen Themen, da man die Themen für einen Monat im Voraus bekommt und in unbestimmter Reihenfolge abarbeiten kann. So kann ich im Januar z. B. bis zum Schluß über das Thema „Verzaubert“ nachdenken.

Ganz pragmatisch habe ich jetzt mit dem einfachsten angefangen: Klitzeklein.

Dafür musste ich nun nicht mal vor die Tür gehen, denn unter dem Himmelzelt ist sowieso alles klitzklein und die Auswahl wäre dann zu groß gewesen. Der Aufwand für dieses Foto war dagegen nicht so klein. Die halbe Wohnung ist „verwüstet“: Im Wohnzimmer fehlt ein Kaktus. In der Küche steht nun einer. Blitze inklusive Folienhalter liegen auf dem Küchentisch. Davor steht ein Stativ – immerhin ist die Kamera schon wieder abgebaut. Die Küchenschubladen stehen wegen der Suche nach einer Pinzette (Schweizer Taschenmesser) offen. Im Schlafzimmer ist eine halbe Kommode auf der Suche nach dem Nähkästchen und Stecknadeln ausgeräumt.
Ich geh‘ denn mal aufräumen…

Projekt 52: Klitzeklein

Heilandskirche in Sacrow

„Warum in die Schweine pfeifen, wenn das Gute blablabla..?“
Tatsäschlich braucht man, wenn man mal ein bisschen frische Luft und Abwechslung haben will, nur vor die Tore der Stadt zu treten und kann dann sogar Glück haben, und die Kamera noch zum Einsatz bringen. Wie man dahin kommt, und ob es überhaupt Stadttore gibt, ist für jeden Fall gesondert zu klären. Auf dem Weg von Kladow nach Sacrow kommt man sich jedenfalls vor, als würde man durch ein fremdes Land fahren. Fehlt nur noch der Abgrund am Straßenrand. Keine Tore, keine Linie, aber auch keine Mauer mehr. Belohnt wird der Abenteurer mit einem Spaziergang durch eine Gartenkolonie, den Blick auf die Havel und der Sacrower Heilandskirche. Von dort kann man sogar auf die Pfaueninsel blicken. So kommt kein Heimweh auf.

Heilandskirche in Sacrow
Die ganze Kirche ist von außen mit blauen Keramikfliesen geschmückt, und überall dazwischen haben sich die Besucher mit Namen und Datum verewigt. Das geht weit zurück ins letzte Jahrhundert (die 1940er habe ich z.B. gesehen). Solange gibt es schon Schmierfinken…

Brandenburg

Wahrheiten entdecken bringt selten Freude. Zum Beispiel, dass man das, was wohl die meisten mit ihren Kameras machen, überhaupt nicht beherrscht: den Urlaub festhalten.
Freue ich mich nach einer „normalen“ Fototour schon über zwei gelungene Fotos, komme ich leider auch beim Festhalten von Erinnerungen nicht darüber hinaus. Wahrscheinlich will ich aber auch gar keine Erinnerungen, sondern eben doch nur Fotos, die mir gefallen.
Hier also der bebilderte Tagesauflug nach Brandenburg an der Havel…

graue Zeiten
Schlimme Zeiten – so ohne Destillation…